Aus dem Zyklus: Sardische Elegien - An der Korkeiche
Ihr Schweigen
schwebt hinüber zum Baum.
Zwischen schmalen Lippen
klemmen schwere Tabakspfeiffen
und aus den Mundwinkeln stoßen
sie Rauchwolken in die Luft.
Ihre wuchtigen Schnautzbärte
sind vergilbt darum
Aber wen interessiert das
nicht die Alten am Baum
und nicht ihre Weiber im Grab.
schwebt hinüber zum Baum.
Zwischen schmalen Lippen
klemmen schwere Tabakspfeiffen
und aus den Mundwinkeln stoßen
sie Rauchwolken in die Luft.
Ihre wuchtigen Schnautzbärte
sind vergilbt darum
Aber wen interessiert das
nicht die Alten am Baum
und nicht ihre Weiber im Grab.
Dreizehn alte Sarden
hocken um den Baum
das könnten tausend Jahre sein.
Doch noch immer
blitzen ihre Augen wie Sensenschneiden
und argwöhnen dem Fremden
Duk, duk tönt es
wenn sie die Pfeiffenköpfe
an die Eiche schlagen
und die Glut im Fall
noch einmal hell erglimmt
um sich dann
im heißen Inselatem zu verlieren
hocken um den Baum
das könnten tausend Jahre sein.
Doch noch immer
blitzen ihre Augen wie Sensenschneiden
und argwöhnen dem Fremden
Duk, duk tönt es
wenn sie die Pfeiffenköpfe
an die Eiche schlagen
und die Glut im Fall
noch einmal hell erglimmt
um sich dann
im heißen Inselatem zu verlieren
Früher mähten sie das Korn
und bündelten die Garben.
Aber jetzt ist Abend
und ihr Schweigen
hütet die Vergangenheit.
Manchmal führen sie eine Flasche
zum Mund und kurz
öffnet der Obstbrand
ihre Lippen unter diesen Augen
die so blitzend wie Sensenschneiden sind.
Und vielleicht führen sie heute Nacht
eine feine Klinge gegen Dich.
und bündelten die Garben.
Aber jetzt ist Abend
und ihr Schweigen
hütet die Vergangenheit.
Manchmal führen sie eine Flasche
zum Mund und kurz
öffnet der Obstbrand
ihre Lippen unter diesen Augen
die so blitzend wie Sensenschneiden sind.
Und vielleicht führen sie heute Nacht
eine feine Klinge gegen Dich.

